Wachstücher – Ein DIY zum Thema Nachhaltigkeit

Wachstücher aus Bienenwachs

Wenn man Müll reduzieren will, ist der Haushalt eine gute Stellschraube. Heute möchte ich Dir zeigen, wie Du aus schönen Stoffen und etwas Wachs eine gute Alternative zu Klarsichtfolie, Aluminumfolie & Co. herstellen kannst.

Webware ist der optimale Stoff dafür, allerdings kann man auch einen Jersey verwenden. Du musst bei Jersey nur bedenken, dass Du etwas mehr Wachs benötigst!

Ratet mal, zu welchem Stoff ich mich entschieden habe? Richtig, ich habe mich für einen Biene Maja – Bio Jersey entschieden, da Biene und Bienenwachs einfach super zusammenpassen! Den Stoff bekommst Du übrigens auch noch im Stoff & Liebe Onlineshop.

Legen wir los!

Du benötigst folgende Materialien:

  • Stoff (gewaschen, ohne Weichspüler)
  • Schüsseln oder Behälter, die Du planst mit den Tüchern abzudecken! So passen Sie am Ende auch perfekt darauf und dienen Dir gleichzeitig als „Schnittmuster“
  • Wachs (Für die vegane Variante benutzt Du einen Pflanzenwachs und einen Teelöffel Kokosöl. Die nicht vegane Variante wäre beispielsweise Bienenwachs, dann benötigst Du kein Kokosöl. Bienenwachs ist von Natur aus Antibakteriell und klebt auch etwas am Rand der abzudeckenden Schüssel. Die hat also einen kleinen Vorteil). Mit einem halben Marmeladenglas gefüllt, bekommst Du ca. 4 Tücher in mittlerer Größe getränkt.
  • Hitzebeständiges Glas zum Erwärmen des Wachses
  • Wasserbad zum Erwärmen des Wachses

Erste Schritte

Zunächst musst du den Stoff waschen (ohne Weichspüler). Überlege Dir, wofür Du die Wachstücher benutzen möchtest. Nimm Dir die Schüsseln, die Du abdecken möchtest als „Schnittmuster“ und denke daran, dass das Tuch an den Rändern zum Umschlagen überstehen muss!

Schneide die getrockneten Stoffe nun auf die richtige Größe zu. Für meine Demonstration habe ich die Jersey Stoffe erst geschnitten und versäubert und danach gewaschen.

Du kannst rund oder eckig arbeiten, ganz nach Deinem Geschmack. Wenn Du möchtest, kannst Du die Ränder mit der Overlock versäubern, dieser Schritt ist aber optional. Bei Webware empfehle ich, die Zickzackschere zu benutzen.

Nun muss das Wachs in einem hitzebeständigen (!) Glas erwärmt werden.

Vegane Variante

Für die vegane Variante benutzt Du einen Pflanzenwachs und einen Teelöffel Kokosöl. Ich habe hierfür Sojawachs genommen. Mit einem halben Marmeladenglas voll Wachs bekommst Du ca. 4 Wachstücher mittlerer Größe getränkt.

Weitere Schritte für beide Varianten

Bereite nun eine Arbeitsfläche vor. Die Fläche muss hitzebeständig und abwaschbar sein. Ich mache es auf einer Ceranfläche.

Lege eine Lage Stoff oder Küchentücher aus, um überschüssiges Wachs aufzufangen, darauf kommt eine Lage Backpapier. Lege den Stoff darauf und bestreiche ihn mit dem flüssigen Wachs. Du kannst die Tücher alle einzeln bestreichen, oder bis zu drei Lagen übereinander. Dies funktioniert besonders gut bei Webware. Wenn der Stoff bestrichen ist, mit Backpapier abdecken und bei voller Hitze bügeln, damit sich der Wachs richtig gut verteilt und die Fasern richtig getränkt werden.

 

Sollte das Backpapier nicht ganz dicht halten (wie bei mir,) einfach mit ein bisschen Küchenrolle abwischen solange es noch heiß ist (Vorsicht, nicht verbrennen!).

Lege nun die Stoffe einzeln zum Trocknen auf ein Stück Backpapier. Sollte die Wachsschicht zu dick sein, einfach noch einmal erhitzen und kurz auf ein Stück Küchenrolle legen. Achte aber darauf, dass nicht zu wenig Wachs aufgetragen ist.

Backpapier und Küchenrolle kannst Du wieder verwenden, daher bitte nicht wegschmeißen!

Sind die Tücher einmal getrocknet, kannst Du sie immer wieder verwenden. Nicht waschen, sondern nur bei Bedarf mit einem feuchten Tuch abwischen!

Wenn Dir das Tutorial gefällt und Du es für Dich, Deine Familie und Deine Freunde nachwerkelst, poste es doch gerne in den bekannten Kanälen mit dem Hashtag #SuLWachstuch. Auch freue ich mich über einen Kommentar hier unter dem Beitrag ?

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